Netzwerktreffen 2026: Deutsch-dänisches Picknick voller Austausch, Ideen und neuer Perspektiven
Wie bei einem guten Picknick bringt jeder etwas mit und gemeinsam entsteht daraus etwas Neues. Genau dieser Gedanke stand im Mittelpunkt unseres Interreg-Netzwerktreffens am 28. Mai 2026. Rund 200 Projektpartner, Mitglieder des Interreg-Ausschusses sowie Vertreter der Programmverwaltung aus Deutschland und Dänemark kamen zusammen, um sich stärker zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Impulse für die deutsch-dänische Zusammenarbeit zu entwickeln.
Schon beim Ankommen war spürbar: Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die die deutsch-dänische Zusammenarbeit mit ihren Ideen, Erfahrungen und ihrem Engagement gestalten. Das Netzwerktreffen bot Raum, neue Kontakte zu knüpfen, voneinander zu lernen und gemeinsam nach vorne zu blicken. Durch den Tag führte Moderator Bjarne Brynk Jensen, während Illustrator Stephan Nielsen die wichtigsten Diskussionen und Gedanken live zeichnerisch festhielt und den Austausch auf kreative Weise sichtbar machte.
Gemeinsam lernen – voneinander und miteinander
Das Herzstück des Netzwerktreffens bildete das „Speed-Picnic“. In gemischten deutsch-dänischen Gruppen tauschten sich die Teilnehmer mithilfe der KISS-Methode („Keep, Improve, Stop, Start“) darüber aus, was die Interreg-Zusammenarbeit bereits stark macht, wo Hindernisse bestehen und welche Impulse sie für die zukünftige Ausgestaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die nächste Förderperiode mitgeben möchten.
Schnell wurde aus der Methode ein offener Dialog. Erfahrungen wurden geteilt, Ideen diskutiert und unterschiedliche Blickwinkel zusammengebracht. Die Gespräche waren so lebendig, dass sie weit über die Workshop-Zeiten hinaus bis in die Pausen fortgeführt wurden. Genau diese Begegnungen machen Interreg aus!
Erfolge sichtbar machen und Wirkung sichern
Wie vielfältig die deutsch-dänische Zusammenarbeit bereits heute ist, zeigte die Projektausstellung mit insgesamt 48 Ergebnistafeln. Sie machte die Bandbreite der laufenden Projekte ebenso sichtbar wie ihre konkreten Ergebnisse und Erfolge. Gleichzeitig bot sie zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche, neue Kontakte und mögliche Kooperationen.
Besonders eindrucksvoll war diese Vielfalt für viele Teilnehmer. Eine Rückmeldung brachte dies treffend auf den Punkt:
„Mir wird erst jetzt klar, wie viele Projekte hier gefördert werden und wie unterschiedlich sie sind: inhaltlich, organisatorisch und finanziell. Unglaublich. Danke für diesen Augenöffner und die Möglichkeit, die anderen Projekte kennenzulernen.“
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Capitalisation. Also die Frage, wie Projektergebnisse langfristig erhalten, weiterentwickelt und auch über das Projektende hinaus nutzbar gemacht werden können. Praxisbeispiele aus dem ehemaligen Interreg-Projekt WIPP sowie aus unserem Schwesterprogramm Interreg North Sea lieferten dazu wertvolle Impulse und zeigten, wie nachhaltige Wirkung entstehen kann.
Wünsche für die nächste Förderperiode
Auch der Blick nach vorn durfte nicht fehlen. In einer Podiumsdiskussion brachten Vertreter aus Projekten, dem Interreg-Ausschuss, der Programmverwaltung und der Europäischen Kommission ihre Perspektiven auf die Zukunft der Interreg-Zusammenarbeit ein. Dabei wurde deutlich: Der Wunsch nach einer noch stärkeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist groß. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer, wie der Weg von innovativen Projektideen bis zur Umsetzung weiter vereinfacht und die Rahmenbedingungen für gemeinsame Lösungen verbessert werden können.
Die Erkenntnisse und Anregungen des Tages fließen in die Vorbereitung der nächsten Förderperiode (Interreg 7A) ein. Damit war das deutsch-dänische Picknick weit mehr als ein Netzwerktreffen: Es brachte Menschen zusammen, machte Projekterfolge sichtbar und schuf Raum für neue Ideen und Kooperationen. Viele Teilnehmer nahmen neue Kontakte, frische Perspektiven und konkrete Impulse mit nach Hause.
Denn genau darum geht es bei Interreg: Aus Ideen wird Zusammenarbeit und aus Zusammenarbeit entsteht Wirkung.
