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Neues vom Bürgerprojektefonds: Deutsch-dänische Archivzusammenarbeit eröffnet neue Wege

Dänische und deutsche Archive haben in einem neuen Projekt den Fokus auf gemeinsame Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Bewahrung und Vermittlung gelegt. Gleichzeitig erhalten Bürgerinnen und Bürger nun bessere Unterstützung bei der Orientierung in Archiven dies- und jenseits der Grenze.

 

 

Starke Partnerschaft

Die Entwicklung des Projekts nahm einige Zeit in Anspruch, doch sobald die Partnerschaft etabliert war, verlief die Umsetzung reibungslos. „Wir waren mehrere Zweisprachige im Team, was die Kommunikation flüssig und effizient machte. Zudem bilden die historischen Verbindungen zwischen Sønderjylland und Schleswig eine solide fachliche Grundlage für die Zusammenarbeit“, berichtet Jessica von Seggern, Leiterin des Stadtarchivs Flensburg. Im Verlauf des Projekts schloss sich auch das Landesarchiv Schleswig-Holstein der Kooperation an, sodass die Partnerschaft schließlich aus Historie Haderslev, dem Flensburger Stadtarchiv, dem Kreis- und Stadtarchiv Schleswig-Flensburg, dem Deutschen Archiv Nordschleswig sowie dem Landesarchiv Schleswig-Holstein bestand. Gemeinsam organisierten sie Netzwerktreffen, öffentliche Vorträge sowie eine Auftakt- und Abschlussveranstaltung, bei denen die Arbeit und Erfahrungen der Archive vorgestellt wurden.

Neue Werkzeuge für die Bürgerinnen und Bürger

Anstelle der ursprünglichen Idee einer Suchmaschinenoptimierung wurde ein zweisprachiger Minileitfaden entwickelt, der einen klaren Überblick über Archivregeln und -strukturen in Dänemark und Deutschland bietet und es Bürgerinnen und Bürgern erleichtert, sich über die Angebote der Archive auf beiden Seiten der Grenze zu orientieren, Interreg-Projekt – Kreis- & Stadtarchiv der Kulturstiftung des Kreises Schleswig Flensburg.

Startschuss für weitere Kooperationen

Die Projekterfahrungen haben die Partnerschaft ermutigt, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. „Wir haben erlebt, dass ein großes Interesse besteht, sich grenzüberschreitend besser kennenzulernen – auch um vom Wissen der jeweils anderen Seite zu profitieren. Dies gilt sowohl für die professionellen Archive als auch für die kleinen (oft ehrenamtlich betriebenen) Lokalarchive. Die Zusammenarbeit könnte auch auf die Einbeziehung von Archiven außerhalb des unmittelbaren Grenzgebiets ausgeweitet werden.“, erklärt Sidsel Maria von Qualen, Archivarin bei Historie Haderslev.

Das Projekt wurde durch die Bürgerprojektfonds unterstützt, der inzwischen 63 deutsch-dänische Projekte, 400 Transportpool-Anträge sowie 33 Netzwerktreffen gefördert hat.