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Gemeinsam über den Belt: EU-Projekt legt Grundstein für deutsch-dänische Zukunftsstrukturen

Portal Area - Rødbyhavn, Lolland, Copyright Sund & Bælt Holding A/S
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Neue Nähe, neue Möglichkeiten - Die Fehmarnbelt-Region bereitet sich auf die Zeit mit der neuen Querung vor. Das Projekt Femernbelt Growth Region (FBGR) entwickelt die Grundlagen für eine gemeinsame deutsch-dänische Zukunft. Die neue Verbindung verkürzt nicht nur Wege und schafft Nähe zum Nachbarland, sondern eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Arbeit, Bildung, Wirtschaft und Freizeit.

Eine Region wächst zusammen

Wenn die feste Fehmarnbelt-Querung in wenigen Jahren öffnet, wird sie den Alltag vieler Menschen verändern. Was heute noch weit entfernt wirkt, liegt dann nur eine kurze Fahrt entfernt. Ein Job in Dänemark, ein Studium in Deutschland, gemeinsame Kulturveranstaltungen oder ein spontaner Ausflug über den Belt – all das wird einfacher und selbstverständlicher.

Damit diese neue Nähe nicht nur auf dem Papier entsteht, sondern im Leben der Menschen ankommt, startet jetzt das Projekt FBGR. Es wird vom EU-Programm Interreg Deutschland-Danmark mit 1,1 Millionen Euro unterstützt.

Wie nutzen wir die Chancen der Querung am besten?

FBGR soll herausfinden, wie die Region die neuen Möglichkeiten der Querung bestmöglich nutzen kann. Das Projekt geht der Frage nach, wie Deutschland und Dänemark künftig noch enger zusammenarbeiten können – etwa bei Innovation, Fachkräftegewinnung, Bildung, Tourismus oder Wirtschaftsentwicklung.

„Die Fehmarnbelt-Querung wird unsere Region verändern – und wir wollen sicherstellen, dass diese Veränderung positiv gestaltet wird“, sagt Stefan Leyk, deutscher Vorsitzender des Interreg-Ausschusses und Kreistagsabgeordneter für den Kreis Plön. „Mit FBGR möchten wir untersuchen, welche Formen der Zusammenarbeit geeignet sind, damit Menschen und Unternehmen auf beiden Seiten des Belts von der neuen Verbindung profitieren.“

Braucht es dafür eine gemeinsame Organisation?

Eine zentrale Frage des Projekts lautet, ob eine gemeinsame deutsch-dänische Organisation – zum Beispiel ein Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) – sinnvoll wäre. Eine solche Struktur könnte helfen, Projekte gemeinsam zu planen, Fördermittel einzuwerben oder Themen wie Mobilität, Wirtschaft oder Kultur dauerhaft grenzüberschreitend zu bearbeiten.

Dafür werden zunächst Bedarfe und Chancen analysiert. Anschließend wird ein Modell entwickelt, wie eine solche Organisation aussehen könnte. Später könnten rechtliche Fragen geklärt und erste Pilotprojekte getestet werden.

Ein gemeinsamer Schritt in Richtung Zukunft

Für die Region Seeland ist das Projekt ein wichtiger Schritt. Lars Lindskov, Politiker und dänischer Vorsitzender des Interreg-Ausschusses, betont: „Die Fehmarnbelt-Region hat ein enormes Potenzial – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. FBGR trägt dazu bei, dass die neue Nähe zwischen Deutschland und Dänemark nicht ungenutzt bleibt, sondern zu echten Vorteilen für die Menschen und Unternehmen in der Region wird. Die Querung verbindet uns physisch, aber echte Zusammenarbeit entsteht nur, wenn wir sie aktiv gestalten.“

Breite Partnerschaft für eine starke Region

An FBGR beteiligt sind u.a. auf deutscher Seite die Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH, die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, die Hansestadt Lübeck und der Kreis Ostholstein. Auf dänischer Seite wirken Femern Belt Development sowie die Kommunen Næstved und Lolland mit. Weitere Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden laufend eingebunden. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das die Vielfalt der Region widerspiegelt und gleichzeitig handlungsfähig ist. Die Partner sind sich einig: Die Fehmarnbelt-Querung ist mehr als ein Infrastrukturprojekt – sie ist ein historischer Moment, der neue Möglichkeiten eröffnet. Femernbelt Growth Region (FBGR) trägt dazu bei, dass diese Chancen genutzt werden. 

Das Projekt wird durch das EU Förderprogramm Interreg Deutschland Danmark unterstützt, das seit vielen Jahren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark stärkt.